Opel legt den Vivaro neu auf. Der Transporter verliert dadurch drei Geschwister, gewinnt aber gleich drei neue hinzu.

Opel steigt aus der Nutzfahrzeug-Kooperation mit Renault-Nissan aus und baut seinen Transporter ab sofort mit Technik der neuen Konzernmutter PSA. Der Vivaro wird somit zum Schwestermodell von Peugeot Expert und Citroen Jumpy. Zuletzt hießen seine engsten Verwandten Nissan NV300, Renault Master und Fiat Talento.

Der neue Vivaro ist als Kastenwagen, mit sechssitziger Doppelkabine, als Plattformgestell und als Kombi zum Personentransport bestellbar. Wie seine Modellgeschwister – zu denen außerdem der konzernfremde Toyota Pro Ace zählt – gibt es ihn in drei Längen von 4,60 Metern bis 5,30 Metern, die Höhe bleibt in den meisten Ausstattungsvarianten unter der Zwei-Meter-Grenze, was die Fahrt in viele Tiefgaragen ermöglicht. Das maximale Ladevolumen beträgt 6,6 Kubikmeter, die Nutzlast liegt bei 1.400 Kilogramm.

„Neben den frontgetriebenen Varianten wird es auch eine Allradausführung geben, die vom Umrüst-Spezialisten Dangel entwickelt wurde.“

Zu den Motoren macht der Hersteller noch keine Angaben, das Portfolio dürfte dem der Schwestermodelle entsprechen und verschiedene Vierzylinder-Diesel mit 1,5 und 2,0 Litern Hubraum sowie Leistungswerten im Bereich von 70 kW/95 PS bis 133 kW/180 PS umfassen. Neben den frontgetriebenen Varianten wird es auch eine Allradausführung geben, die vom Umrüst-Spezialisten Dangel entwickelt wurde. Für 2020 ist zudem eine Elektrovariante des Transporters angekündigt.

Bereits Mitte Januar hatte Opel die Pkw-Variante des Vivaro vorgestellt, die künftig unter dem Namen „Zafira“ auftritt. Der ursprüngliche Zafira, ein klassischer, eher kompakter Van, wird im Gegenzug aus dem Programm genommen. Preise für den Vivaro sind noch nicht bekannt. Die Konzernschwestern starten als kurze Kastenwagen bei rund 23.000 Euro netto beziehungsweise knapp 27.400 Euro brutto.

Holger Holzer/SP-X